Isny liegt im Südosten von Baden-Württemberg, im Zentrum zwischen Leutkirch, Wangen und Kempten. Mit seinen umliegenden Ortschaften Großholzleute, Neutrauchburg, Beuren und Rohrdorf hat Isny rund 13. 000 Einwohner. Schon im 8. Jahrhundert vorhanden, erhielt Isny 1238 das Stadtrecht. Im Jahre 1365 kaufte sich Isny vom Truchsess von Waldburg los und wurde dadurch freie Reichsstadt. Auf die wirtschaftliche Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert folgte ein Großbrand und der Niedergang im Dreißig- jährigen Krieg. 1803 gab Isny die Reichsunmittelbarkeit auf und gehört seit 1806 zu Württemberg.
Die Fasnet hat in Isny nachweisbar eine jahrhundertealte Tradition. So wird beispielsweise schon im Jahre 1547 von der Isnyer Fasnet berichtet. Ab diesem Jahr wurden verschiedene Fasnetsvereinigungen gegründet, die jedoch immer wieder durch Kriege und die damit verbundenen Hungersnöte und elenden Zeiten aufgelöst wurden.Der letzte Vorläufer der heutigen Narrenzunft entstand im Jahr 1880. Da schlossen sich die Isnyer Fasnachtsfreunde zur Faschingsgesellschaft Narhalla zusammen.
Nach den beiden schrecklichen Kriegen dieses Jahrhunderts kümmerte sich ab dem Jahr 1959 erst einmal die Freiwillige Feuerwehr um die Organisation. Die Narrenzunft "Lachende Kuh" gibt es seit 1962, wobei die offizielle Vereinsgründung am 11.11.1963 war. Der Präsident der Faschingsgesellschaft Narhalla wurde Ehrenpräsident der neuen Narrenzunft. Er brachte den Kassenbestand von 50 Mark in den neu gegründeten Verein ein.
Doch wieso lacht die Kuh in Isny? Der Ursprung dieses Namens liegt in einem Prozess, den Anlieger des Landwirtes
Franz Hummel angestrengt hatten, weil sie sich durch das Schellen seiner weidenden Kühe in ihrer Nachtruhe gestört fühlten. Doch die Kläger verloren diesen Prozess, denn den Kühen wurden weitaus ältere Rechte zugestanden, als den Anliegern. Das nächtliche Tragen von Kuhglocken, so bewies der Gutachter, sei nachweisbar viel früher üblich gewesen, nämlich schon im Jahre 2000 vor Christus. Worauf dann nicht nur das ganze Dorf lachte. Daraus resultierte natürlich auch das Häs der lachenden Kuh. Zum rot/blauen oder rot/grünen Häs trägt sie natürlich einen großen Schellenkranz - sie darf ja Schellen! Mit dem Kuhschwanz in der Hand wird das Publikum ein wenig gestreichelt. Einen solchen Kuhschwanz, den Wedel, trägt auch der Narrensamen der Zunft, die Kuhschwänzler. Damit die Kühe als Herde beieinander bleiben, brauchen sie natürlich Aufsicht. Diese übernimmt die Figur des Treibers. Der Treiber mit seinem eher einfältigen Geschau, wie das Gesicht auch genannt wird, ist dazu mit einer so genannten Treibergoiß, einer Karbatsche ausgerüstet. Damit wird geschnellt, um die Herde zusammenzuhalten.